Geschichte

Dekanat Uffenheim (Fritz Klaußecker jr. fecid)

Das frühere Oberamt Uffenheim im Fürstentum Brandenburg-Ansbach ist der Kern unseres Dekanats. Später lautete die politische Gebietsbezeichnung Amtsgerichtsbezirk Uffenheim. Seit 1556 sind noch drei unterfränkische Kirchengemeinden dabei. Auf Anordnung des damaligen Markgrafen Georg Friedrich wurden in der Markgrafschaft Brandenburg-Ansbach 1556 zehn Dekanate gegründet, darunter auch Uffenheim (incl. Creglingen 29 Pfarrorte und 10 Filialen).

1621 fielen Adelhofen, Equarhofen, Langensteinach und Wallmersbach an das Dekanat Neustadt/Aisch, weil die Orte politisch zu Brandenburg-Kulmbach gehörten. 1687 in Folge der Pfandauslöung Kitzingens durch den Würzburger Bischof kamen von dort fünf Pfarreien zum Dekanat Uffenheim. Ebenfalls die Pfarrei Tauberzell. 1729 ergaben sich zwei weitere Zuwächse. Weitere Änderungen in der Markgrafenzeit: 1750, 1755, in der preußischen Zeit 1796 und 1797 und in der bayerischen Zeit 1804 und 1806. 1810 und 1811 fielen die in Württemberg gelegenen Pfarreien weg, sie kamen zum Dekanat Weikersheim.

Das Uffenheimer Dekanat erhielt am 24.8.1813 eine große Auszeichnung, es wurde zu einem Dekanat I. Klasse eingestuft.

1955 unter Dekan Hermann Riedelbauch sind für das Dekanat 38 Kirchen und 2 Kapellen verzeichnet. Notiert sind 24 Pfarrsitze mit einer Gesamtzahl von rd. 15.000 Seelen.

Fast jedes Dorf hat ein Gotteshaus, so dass ein sehr enges Netz von Pfarreien den Uffenheimer Gau überzieht.

Schwere Zeiten hatten unsere Uffenheimer Pfarreien am Ende des 2. Weltkrieges zu überstehen. Sechs Kirchen wurden bis auf die Außenmauern zerstört, andere schwer beschädigt. Die Kriegsschäden waren mit der Wiedereinweihung der Uffenheimer Stadtkirche 1953 im Großen und Ganzen beseitigt.

Der Zwang zur Zusammenlegung von Pfarrgemeinden aufgrund der schwindenden Seelenzahl ist heute eines der dominierenden Probleme.

In der Reihe der Dekanspersönlichkeiten fällt besonders der Chronist Jakob Friedrich Georgii (Dekan von 1729 bis 1762) auf. Er ist Verfasser der "Uffenheimischen Nebenstunden", einem zweibändigen Geschichtswerk und Erbauer der damaligen Stadtkirche (Markgrafenkirche).

Derzeitiger Dekan, seit der Reformation der 35ste, ist Dekan Karl-Uwe Rasp.